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Einbringen von Steinen
nach der Seineinbringung

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Lebensader Heidebäche

Die Lüneburger Heide wird von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen, leider wurden diese in der Vergangenheit durch den Menschen so verändert, dass der Lebensraum von heimischen Fischen zerstört wurde. Nun werden neue Maßnahmen ergiffen um die Bäche zu renaturisieren.

 

Die Luhe, die Seeve, die Este und die Wümme sind nur einige Flüsse der Lüneburger Heide. Diese Flüsse und ihre Nebenbäche durchziehen die Heide wie eine Lebensader und bieten einheimischen Tierarten einen wichtigen Lebensraum. Die ursprünglich kurvigen und schleifenartig verlaufenden Bäche flossen schnell und transportieren so feineres Material weiter in Richtung Elbe oder Weser, die schwereren Steine blieben zurück. Steine und Kies boten mit ihren Hohlräumen und Gesteinslücken Stein,- Eintags- und Köcherfliegenlarven ein Versteck und den Fischen der Heidebäche einen geeigneten Laichplatz.

Leider wurde im Laufe der Jahrzehnte der natürliche Flusslauf dieser Gewässer zerstört. Der Mensch veränderte die Landschaft um Anbauflächen für Nahrungsmittel zu gewinnen. Bäche und Flüsse wurden begradigt, die Gewässer vertieft und Flussschleifen abgeschnitten. Hierzu wurden Steine und Kies aus dem Flussbett entnommen, um mit diesem Material die abgetrennten Bachreste aufzufüllen. Mit diesen Maßnahmen wurde zwar Land gewonnen, jedoch der Lebensraum der in den Heidebächen lebenden Tiere zerstört. Zudem leiden die Heidebäche unter einer erhöhten Sandfracht. Das bedeutet, dass der vom Wasser geführte Sand aufgrund einer geringeren Strömung nicht mehr weiter transportiert wird, sondern sich im Flussbett absetzt. Dies kann eine Versandung der Flüsse zur Folge haben.

Da der Mangel an Fischen in den Heidebächen besonders für Angler ein Ärgernis darstellte, versuchte man in jüngerer Zeit die Flüsse mit Fischen besetzten. Diese Bemühungen, die mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden waren, zahlten sich jedoch nicht aus. Denn die Fische verließen die Heidebäche, die ihnen nur einen eintönigen und naturfernen Lebensraum boten, so schnell wie möglich wieder.

Erst in den letzten Jahren ging man dazu über die Ursache des Problems zu beheben. Ziel ist es, den Lebensraum wieder herzustellen, der den Fischen bis jetzt fehlte, um sich dauerhaft in den Heidebächen niederzulassen. Naturschutzvereinigungen, Angelvereine, Jugendfeuerwehren und ehrenamtlich Naturschützer taten sich zusammen, um zu helfen. Mit groben Kies und Geröll wurden Flüsse und Bäche verengt. Dadurch erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit des durchlaufenden Wassers. So kann der Sand sich nicht mehr am Flussbett absetzten sondern wird weiter flussaufwärts transportiert. An den Stellen, an denen der Sand bereits weggespült wurde, wird Kies in der Stärke von 8 – 65 mm Korndurchmesser eingebracht. Durch die Strömung wird das Kriesgemisch auf natürliche Weise so sortiert, dass es wieder ein Laichbett bildet, das Forellen und andern typischen Fischen der Heidebäche als idealer Fortplanzungsstätte dient.

Erste Erfolge dieser Maßnahmen sind an der Goldbeck, einem Nebenbach der Ester, zu sehen. Hier leichten Meerforellen spontan auf den neu aufgefüllten Steinen ab. Auch Untersuchungen mit dem Elekrofischgerät zeigen, dass sich nun auch mehr Jungfische und ausgewachsene Fische in der Goldbeck niedergelassen und wieder einen dauerhaften Lebensraum gefunden haben.

 

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